Veganuary 2027: Der ultimative Starter-Guide – jetzt vorbereiten

So nutzt du die Zeit bis Januar 2027 optimal – mit Rückblick auf den Rekord-Januar 2026

📅 19. März 2026
7 Min. Lesezeit
📂 Vegan Leben
🏷 veganuary, veganuary 2027
Bunte vegane Mahlzeiten zur Vorbereitung auf den Veganuary 2027

Bunte vegane Mahlzeiten zur Vorbereitung auf den Veganuary 2027

Das Wichtigste

Veganuary 2027 im Anmarsch: Rückblick auf den Rekord-Januar 2026 mit 30 Millionen Teilnehmern, der 4-Wochen-Plan, die offiziellen Umfrageergebnisse und warum sich eine frühe Vorbereitung lohnt.

Was ist der Veganuary? – Der weltgrößte Vegan-Monat

Der Veganuary (zusammengesetzt aus "Vegan" und "January") ist eine globale Non-Profit-Kampagne, bei der Menschen weltweit den ganzen Januar über vegan leben. Gegründet wurde die Aktion 2014 in Großbritannien – mittlerweile ist sie die größte vegane Kampagne der Welt und wächst jedes Jahr weiter.

Dieser Guide zeigt dir, warum sich eine frühzeitige Vorbereitung lohnt, wie der Rekord-Januar 2026 ausging und wie du dich schon jetzt optimal auf den Veganuary 2027 vorbereitest.

Veganuary 2026 im Rückblick: Das war der bisherige Rekord-Januar

Bevor es um die Vorbereitung auf 2027 geht, lohnt sich ein Blick auf die Zahlen des letzten Durchgangs – sie zeigen, wie groß die Bewegung mittlerweile ist:

  • Über 30 Millionen Teilnehmer:innen weltweit probierten im Januar 2026 eine pflanzliche Ernährung aus – ein neuer Rekord (2025: rund 25,8 Millionen)
  • In Deutschland beteiligten sich über 1.000 Unternehmen mit neuen veganen Produkten, Gerichten und Aktionen an der Kampagne
  • In Österreich probierten rund 600.000 Menschen (etwa 8 % der erwachsenen Bevölkerung) im Januar die vegane Ernährung aus
  • Der Handel meldete Absatzrekorde: Jedes fünfte im Januar bestellte Gericht war vegan, einzelne Marken wie Billie Green verzeichneten zweistellige Zuwächse
  • Medien berichteten sogar von einer bundesweiten Tofu-Knappheit, die Rewe, Lidl und Edeka mit der gestiegenen Nachfrage im Veganuary erklärten
Tabelle mit den Rekordzahlen des Veganuary 2026: Teilnehmer weltweit, Deutschland, Österreich und vegane Bestellungen

Die Tendenz ist eindeutig: Der Veganuary wächst von Jahr zu Jahr. Wer sich früh vorbereitet, profitiert am meisten – ohne den typischen Januar-Stress mit leerem Kühlschrank und hastig gefassten Vorsätzen.

Warum du dich schon jetzt auf den Veganuary 2027 vorbereiten solltest

Die meisten starten erst am 1. Januar mit der Planung – und verschenken damit wertvolle Vorlaufzeit. Wer im Sommer oder Herbst beginnt, hat entscheidende Vorteile:

  • Stressfreier Einstieg: Rezepte, Vorratsschrank und Nährstoffwissen sind schon vor dem 1. Januar geklärt, statt sie in letzter Minute zu improvisieren
  • Testphase ohne Druck: Du kannst jetzt schon einzelne vegane Gerichte ausprobieren und Lieblingsrezepte finden, ganz ohne den Anspruch, sofort alles umzustellen
  • Bessere Vorbereitung auf Feiertage: Weihnachten und Silvester lassen sich vegan-freundlich planen, wenn du schon Routine hast
  • Frühzeitiger Zugang zu Ressourcen: Die Anmeldung auf veganuary.com/de ist ganzjährig möglich – Kochbuch, Rezepte und Tipps kannst du schon jetzt nutzen, um dich vorzubereiten

Veganuary 2027 mitmachen: So bereitest du dich Schritt für Schritt vor

Schritt 1: Schon jetzt anmelden

Registriere dich kostenlos auf veganuary.com/de – die Anmeldung ist das ganze Jahr über möglich. Du erhältst sofort:

  • Digitales Promi-Kochbuch mit über 50 veganen Rezepten
  • Einen 31-Tage-Ernährungsplan, den du schon jetzt durchblättern kannst
  • Zugang zur weltweiten Veganuary-Community
  • Tägliche Support-E-Mails, sobald der Januar 2027 beginnt

Schritt 2: Küche und Vorratsschrank schrittweise umstellen

Du musst nicht bis Silvester warten. Baue diese Basics nach und nach in deinen Alltag ein:

  • Haferflocken, Vollkornreis, Quinoa, Vollkornnudeln
  • Rote und grüne Linsen, Kichererbsen (Dose), schwarze Bohnen
  • Tofu (natur und geräuchert), Tempeh
  • Pflanzenmilch (Hafer, Soja oder Mandel)
  • Dosentomaten, Kokosmilch, Gemüsebrühe
  • Hefeflocken, Tamari/Sojasoße, Tomatenmark
  • Vitamin B12 Supplement – unverzichtbar ab dem ersten Tag ohne tierische Produkte

Schritt 3: Den 4-Wochen-Plan für Veganuary 2027 kennenlernen

WocheFokusZiel
Woche 1Orientierung & BasicsNeue Lebensmittel kennenlernen, einfache Rezepte ausprobieren
Woche 2Routine aufbauenMeal Prep einführen, Lieblingsrezepte finden
Woche 3VertiefungNährstoffwissen erweitern, im Restaurant vegan essen
Woche 4LangfristigkeitEntscheiden: Weiter vegan oder flexitarisch?

Ein Tipp für alle, die früh starten: Nimm dir schon im Herbst eine Woche vor, in der du diesen Plan probeweise durchgehst. So merkst du rechtzeitig, wo es hakt, statt es erst am 1. Januar herauszufinden.

Vollständiger Veganuary-Wochenplan: Woche 1

TagFrühstückMittagessenAbendessen
MontagOvernight Oats mit Bananenscheiben & MandelmusLinsensuppe mit BrotTofu-Gemüsepfanne mit Reis
DienstagVollkorntoast mit Avocado & TomatenBuddha Bowl mit KichererbsenSpaghetti Arrabiata
MittwochGrüner Smoothie + MüsliWraps mit Hummus & GemüseRotes Thai-Curry mit Tofu
DonnerstagPorridge mit Walnüssen & BeerenKichererbsen-SalatSüßkartoffelsuppe
FreitagChia-Pudding mit KokosmilchTempeh-Bowl mit QuinoaVegane Bolognese
SamstagVegane Pancakes mit AhornsirupVegane Pizza selbst gemachtIndisches Dal mit Naan
SonntagAvocado-Toast mit Rühr-TofuGemüsecurry mit BasmatireisPilzrisotto

Die häufigsten Herausforderungen beim Veganuary – und Lösungen

Challenge 1: Soziale Situationen (Essen bei Familie, Kollegen)

Lösung: Kommuniziere frühzeitig, dass du am Veganuary teilnimmst. Bringe selbst ein veganes Gericht mit – das begeistert meist alle. Nutze den Veganuary als Gesprächsstarter, nicht als Streitpunkt.

Challenge 2: Heißhunger auf Käse, Fleisch oder Schokolade

Lösung: Vegane Alternativen ausprobieren – vieles schmeckt überraschend gut. Achte darauf, ausreichend Kalorien und Protein zu essen. Hefeflocken stillen den "Käsehunger" sehr effektiv. Dunkle Schokolade (ab 70 %) ist oft vegan.

Challenge 3: Nährstoffversorgung sicherstellen

Lösung: Die wichtigste Regel lautet – täglich Vitamin B12 einnehmen (250–2000 µg). Alle anderen Nährstoffe lassen sich bei ausgewogener Ernährung decken. Eine Blutuntersuchung nach dem Veganuary gibt dir Klarheit.

Challenge 4: Auswärts essen

Lösung: Nutze die HappyCow-App für vegane Restaurants in deiner Nähe. Thai, Indisch und Japanisch haben fast immer vegane Optionen. Viele Restaurants passen Gerichte auf Wunsch an.

Was bringt der Veganuary wirklich? Die Ergebnisse der offiziellen Teilnehmerbefragung 2026

Veganuary befragt nach jedem Durchgang tausende Teilnehmer:innen zu ihren Erfahrungen. Die Umfrage zum Jahrgang 2026 (7.319 Rückmeldungen aus dem E-Mail-Support-Programm) zeigt konkret, was der Monat bewirkt:

  • 32 % der zuvor nicht-veganen Teilnehmer:innen planten, dauerhaft vegan zu bleiben
  • 79 % wollten ihren Konsum tierischer Produkte mindestens halbieren
  • 49 % kochten künftig häufiger selbst statt Fertigprodukte zu kaufen
  • Zwei Drittel aßen mehr Obst und Gemüse als zuvor
  • Wer die 31 Tage nicht komplett durchhielt, blieb im Schnitt trotzdem an 18 von 31 Tagen vegan
  • 49 % berichteten von einer spürbaren Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, 46 % von mehr Energie
  • 98 % würden den Veganuary weiterempfehlen

Das Erfolgsrezept bleibt dasselbe: Halte durch den ganzen Januar durch. Nach 21 Tagen entsteht laut Forschung eine neue Gewohnheit – nach 31 Tagen ist die Umstellung für die meisten Menschen deutlich einfacher als am Anfang. Genau deshalb lohnt sich eine Vorbereitung, die schon Monate vorher beginnt.

Nährstofftipps speziell für den Veganuary

Protein – kein Problem bei veganer Ernährung

Empfehlung: 0,8–1,0 g Protein pro kg Körpergewicht täglich. Gute Quellen:

  • Seitan: 25 g Protein / 100 g
  • Tempeh: 19 g / 100 g
  • Tofu: 8–12 g / 100 g
  • Kichererbsen: 9 g / 100 g (gekocht)
  • Edamame: 11 g / 100 g
  • Schwarze Bohnen: 9 g / 100 g

Eisen richtig aufnehmen

Pflanzliches Eisen (Non-Häm) wird bis zu 3x schlechter aufgenommen als tierisches Häm-Eisen. Tipp: Eisenreiche Mahlzeiten immer mit Vitamin C kombinieren (z. B. Linsensuppe + Paprika + Zitronensaft). Kaffee und Tee hemmen die Eisenaufnahme – 1 Stunde Abstand zum Essen halten.

FAQ: Häufige Fragen zum Veganuary 2027

Wann genau findet der Veganuary 2027 statt?

Der Veganuary findet wie jedes Jahr im Januar statt – vom 1. bis 31. Januar 2027. Die Anmeldung auf veganuary.com/de ist jedoch schon jetzt und das ganze Jahr über möglich, damit du dich in Ruhe vorbereiten kannst.

Ist der Veganuary kostenlos?

Ja, die Teilnahme ist komplett kostenlos. Du erhältst alle Ressourcen (Kochbücher, Ernährungsplan, E-Mails) gratis nach der Anmeldung auf veganuary.com/de.

Macht es Sinn, sich schon im Sommer oder Herbst anzumelden?

Ja, unbedingt. Die Anmeldung ist ganzjährig möglich, und du kannst Kochbuch und Rezepte schon jetzt nutzen, um in Ruhe erste Gerichte auszuprobieren. Das nimmt Druck aus dem eigentlichen Start im Januar.

Was passiert, wenn ich mal aus Versehen etwas nicht-Veganes esse?

Gar nichts – mach einfach weiter. Der Veganuary ist kein Wettbewerb, sondern ein Lernprozess. Niemand erwartet Perfektion, wie auch die Teilnehmerbefragung zeigt: Selbst wer nicht alle 31 Tage durchhält, bleibt im Schnitt an 18 Tagen vegan und profitiert trotzdem.

Kann ich beim Veganuary auch nur die Ernährung umstellen, ohne den ganzen Lebensstil zu ändern?

Ja. Der Veganuary fokussiert sich primär auf die Ernährung. Eine Umstellung des gesamten Lebensstils (Kleidung, Kosmetik) ist kein Muss und kann schrittweise erfolgen.

Wie viel spare ich mit einem veganen Monat?

Laut Studien kann eine vegane Ernährung mit Grundnahrungsmitteln (Hülsenfrüchte, Getreide, Gemüse) bis zu 19 % günstiger sein als Mischkost. Wer auf teure Ersatzprodukte verzichtet, spart noch mehr.

Ist der Veganuary auch für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet?

Ja – vegane Ernährung ist sehr flexibel. Glutenunverträglichkeit: Ersetze Seitan durch Hülsenfrüchte und Tofu. Sojaallergie: Nutze Kokosmilch, Hafermilch, Mandelmilch. Nussallergie: Setze auf Hülsenfrüchte und Getreide als Proteinquellen.